Turandot

Prinzessin Turandot hat geschworen, das Eheversprechen nur einem Mann zu geben, der drei Rätsel lösen kann. Wem das nicht gelingt, dem wird der Kopf abgeschlagen. Dementsprechend hoch ist die Todesrate bei Hofe. Mit diesem nicht sonderlich sensiblen Vorgehen will die schöne chinesische Prinzessin den Tod ihrer Ahnin rächen, die einst Selbstmord beging, um dem männlichen Joch zu entfliehen. Doch die Freier lassen sich nicht abschrecken: Einer nach dem anderen stellt sich der grausamen Tortur. Auch Prinz Calaf entbrennt für die unnahbare Schöne. Kann er die geforderten drei richtigen Antworten geben und den eisernen Ring um Turandots Herz lösen?

 

Der Name Turandot stammt ursprünglich aus dem Persischen und taucht in der orientalischen Märchensammlung „1001 Tag“ auf. Carlo Gozzi bearbeitete den Stoff für die Commedia dell‘arte, Friedrich Schiller schrieb diese Fassung 1802 für die deutsche Bühne um. Puccini kannte beide Stücke und war glücklich, als nach einer lang andauernden und zermürbenden Sujet-Suche Renato Simoni, einer seiner Librettisten, das Märchen von Turandot vorschlug. Mit großer Leidenschaft widmete sich Puccini der Komposition, doch noch bevor er die Partitur zum Abschluss bringen konnte, erlag er seinem schweren Kehlkopfleiden. Franco Alfano, einer seiner Schüler, wurde vom Verleger Ricordi sowie vom italienischen Ministerpräsidenten persönlich gebeten, die Oper anhand von Puccinis Skizzen zu vollenden. Die Uraufführung fand im April 1926, knapp anderthalb Jahre nach Puccinis Tod, in der Mailänder Scala unter der Leitung von Arturo Toscanini statt.

Mit dieser Produktion kehrt Hinrich Horstkotte nach Chemnitz zurück. Hier waren bereits seine Inszenierungen von Verdis „Maskenball“ und Mozarts „Idomeneo“ im Opernhaus sowie von „Don Giovanni“ als Figurentheaterproduktion zu sehen. Außerdem war er als Bühnen- und Kostümbildner bei Werken wie „Cendrillon“, „Der Rosenkavalier“ und „Das Mädchen aus dem goldenen Westen“ beteiligt. In den letzten Jahren inszenierte er u. a. in Dortmund, Saarbrücken, Dessau, Wien, Luxemburg und Taipeh/Taiwan.

Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Musikalische Leitung: Felix Bender

Inszenierung, Bühne und Kostüme: Hinrich Horstkotte

Chor: Stefan Bilz

Kinderchor: Pietro Numico

Dramaturgie: Carla Neppl

Besetzung: Jee Hye Han, Morenique Fadayomi, Edward Randall, Magnus Piontek, Andreas Hörl, Jeffrey Hartman, Maraike Schröter, Andreas Kindschuh, Hubert Walawski, André Riemer, Matthias Winter, Andreas Beinhauer, Katharina Boschmann

Datum: 06.11.2016 Uhrzeit: 17.00Uhr Ort: Oper Chemnitz

Kritiken: 

Freie Presse über Turandot: Turandot-neu-in-der-Oper-Chemnitz

NMZ über Turandot: keine-schneekoenigin-eine-eisprinzessin-vielleicht