Unentdeckte Nachbarn

Vom Nicht-Sehen neonazistischer Strukturen und Nicht-Hören migrantischer Perspektiven

Die Aufklärung der NSU-Verbrechen folgt der Narrative, etwas aufzudecken, was vorher unentdeckt war – unentdeckt, obwohl die Täter wie auch die Opfer der Morde, Bombenanschläge und Raubüberfälle in unmittelbarer Nachbarschaft lebten und leben. Was wurde gesehen, was nicht, und warum? Wem wurde zugehört, mit wem gesprochen und mit wem nicht? Wer bestimmt den aktuellen Erinnerungsdiskurs und wer nicht? Das Podium will dieses Sehen und Nicht-Sehen, das Hören und Nicht-Hören, das Sprechen und Nicht-Sprechen näher betrachten und diskutieren.

Podium:
Nuran David Calis (Theater- und Filmautor sowie Regisseur des Stücks „Die Lücke“)
Thomas Laue (Dramaturg „Die Lücke“)
Kutlu Yurtseven (Schauspieler im Stück „Die Lücke“ und Betroffener des Nagelbombenattentats auf der Keupstraße)

Falko K. (Betroffener des NSU aus Chemnitz)

Moderation: Jens Paßlack (Kulturbüro Sachsen e.V.)

Datum: 01.11.2016 Uhrzeit: 21:45 Uhr Ort: Schauspielhaus Foyer, Chemnitz

Eintritt frei.